Traumatherapie

„Der Schlüssel zur Traumaheilung ist nicht, das Trauma wieder zu erleben, sondern neue Erfahrungen im Körper zu schaffen.“

- Levine - 

 

Zunächst einmal ist es wichtig, Trauma als das zu sehen, was es wirklich ist: 

 

Trauma ist keine Krankheit oder Störung. Die körperliche und seelische Reaktion auf ein traumatisches Ereignis ist eine normale Reaktion auf ein unnormales Ereignis.

Es gibt viele Gründe, warum sich Menschen in eine Traumatherapie begeben. Unter anderem Folgende:

  • Du schleppst dich nur noch von Tag zu Tag, bist energie- und kraftlos.

  • Das Leben nach einer Corona-Infektion ist nicht mehr dasselbe.

  • Du kommst kaum mit Deinem Alltag zurecht.

  • Deine Gedanken kreisen nur noch.

  • Du hattest eine traumatische Erfahrung.

  • Du hast einen schlechten Schlaf.

  • Nur Stress in allen Bereichen des Lebens.

  • Dramatische Erfahrungen in Deinem Leben, die Du gerne näher beleuchten möchtest.

  • Einiges läuft schief und Du weißt nicht mehr weiter.

  • Nur Tabus, nur Alpträume, kein Licht am Ende des Tunnels.

Trauma erstreckt sich durch alle Lebensbereiche: Beziehungen, Job, Sexualität…

Daher ist die Methode vom EmotionalRelease wie sanftes Pendeln. Wie das Wort schon sagt, es wird von etwas Negativem, wo Angst und Spannung herrschen, zu einem Bereich, der etwas Positiveres beinhaltet, gependelt. Und das bringt mehr Balance, mehr Klarheit und einen anderen Umgang mit dem eigenen Körper, sich selbst und der Welt.

Bei dieser Methode ist keine Retraumatisierung möglich. Ihre Geschichte ist wichtig, nur das Erleben im Jetzt steht immer an erster Stelle. Das schafft die Verbindung zum echten Leben im Hier und Jetzt.

Zusätzlich aktivieren wir über EMDR noch Deinen Selbstheilungsprozess:

EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing – auf deutsch Desensibilisierung und Neuverarbeitung mit Augenbewegungen) ist eine von Dr. Francine Shapiro entwickelte Trauma bearbeitende Psychotherapiemethode. Kernstück des Konzeptes ist ein Prozess, in dem sich der Patient auf bestimmte Anteile seiner traumatischen Erinnerung konzentriert und gleichzeitig den Fingerbewegungen des Therapeuten folgend die Augen bewegt. Ähnlich werden über schnelle Augenbewegungen, die in den REM-Schlafphasen jede Nacht beim Menschen regelmäßig auftreten, wichtige Tagesereignisse sowie Ereignisse aus der Vergangenheit verarbeitet. Ziel ist immer, die Verarbeitungsprozesse im Gehirn zu aktivieren, zu beschleunigen und den Selbstheilungsprozess zu unterstützen.

Je nach Patient und zu behandelndes Thema benötigt eine Traumatherapie zwischen 3 bis 10 Therapie-Sitzungen. 

Ein Trauma ist nicht von heute auf morgen verarbeitet. In der Therapie kommst Du jedoch Schritt für Schritt voran und wirst nach wenigen Sitzungen bereits erste Erfolgserlebnisse haben.

Traumatherapie mit EmotionalRelease und EMDR wirkt wie wie ein unterirdischer Fluss: Man sieht ihn nicht, aber er bringt Wasser zu den vertrockneten Wurzeln Deines Baumes.

In den Sitzungen geht es darum, die Verbindung zu sich selbst und zum eigenen Körper wieder aufzunehmen, denn nach einem Trauma ist der Körper zum Gegner geworden. Er produziert Symptome, die unerklärlich sind und das Leben einschränken. Daher ist Aufklärung ein wichtiger Bestandteil einer Sitzung. Sie hilft zu verstehen, wie bestimmte Symptome mit erlebten Traumatisierungen zusammenhängen. 

Du lernst, in der Gegenwart verankert zu bleiben, während Du über vergangene traumatische Erfahrungen sprichst. Dabei könnten zu viele Details das Empfinden von Gefahr im Körper verstärken und retraumatisieren, denn Trauma entwickelt einen Sog, in dem man sich verlieren kann.

Wir gehen daher einen anderen Weg. Wir aktivieren Ressourcen, die in der damaligen Situation fehlten, und spüren ihnen im Körper nach. Dabei kommt auch Healing Touch und Atemarbeit zum Einsatz.

Im Pendeln zwischen diesen Ressourcen und der überwältigenden Erfahrung wird nach und nach die im Nervensystem gebundene Überlebensenergie gelöst. Die Veränderung erfolgt ganz bewusst in kleinen Schritten, damit der Organismus sie gut integrieren kann. Dabei muss man das Trauma nicht erneut durchleben.

Behutsam in der Behandlung zum Spüren angeleitet, verfeinert sich mit der Zeit Deine Körperwahrnehmung. Die unbewusste Fixierung auf das Trauma löst sich und Du erkennen immer leichter, wenn Dein Körper beginnt, sich zu regulieren. Diese Fähigkeit nimmst Du in Dein tägliches Leben mit. Allmählich schaffen neue Erfahrungen im Körper ein anderes, sicheres Lebensgefühl. Die Selbstregulation, der natürliche Rhythmus von Ladung und Entladung, Anspannung und Entspannung, kann sich entfalten.

Wir können auch inhaltsfrei, wenn z.B. ein Thema zu belastend erscheint oder Ereignisse nicht erinnert werden, miteinander arbeiten. Wir orientieren uns an aktuellen Gefühlen und Körperempfindungen. Es genügt, dass der Körper sich erinnert.

Auch nach Jahren, sogar Jahrzehnten, können wir mit ER und EMDR traumatische Erlebnisse verarbeiten und integrieren. Es ist nie zu spät.